Nachruf Günter Timmel

Ich habe die Ehre etwas über Günter Timmel, anlässlich seines Todes im August 2014, zu schreiben.

 

Du bist einer der wichtigsten Männer in der Begründung der ! ÖIV im Jahre 1977 gewesen. Du nahmst an der Delegiertenversammlung der FEIF in Skiveren anlässlich der 4. EM für Islandpferde teil. Noch war der Pony- und Kleinpferdezuchtverband das eigentliche Mitglied, doch wollte man einen reinen Islandpferdeverband und das Ergebnis, das Du dort erreichen konntest, war, dass wir als Österreichische Equipe, eine Starterlaubnis bekamen, jedoch ohne Österreichische Flagge. So ritten wir eben mit der Feif-Standarte.

 

Eine lange Fahrt mit den Pferden bis Dänemark, eine Übernachtung im Auto am Strand wo alle Augenblicke das Licht eines Leuchtturms hereinstrahlte und endlich das ersehnte Straßenschild „Lokkresvai“, das Veronika und ich erspähten - wir waren angekommen.

 

Du warst lustig und streng zugleich. Wir durften mit unseren 15 und 16 Jahren nicht in die Disco am Turniergelände gehen. Und Grenen mussten wir ansehen. Wie die Nord- und die Ostsee ineinanderfließen; es war uns ehrlich gesagt damals ziemlich egal.

 

Am Rückweg fuhren wir noch „schnell“ bei einem Deiner Holzlieferanten vorbei und verloren einen Reifen vom Pferdehänger, der uns überholte. Es ist nichts passiert, Gott sei Dank.

 

Lieber Günter, Du warst ein Vorreiter in der Islandpferdewelt!

 

Du hattest einen Offenstall – Hestahagi - in Oberkirchbach, nur 15 Minuten vom 19. Bezirk entfernt, wunderbare Pferde und Reitbahnen. Du hast sehr viel gearbeitet, dann bist Du mit Deinem Volvo voll mit Deinen und anderen Kindern nach Kirchbach gefahren. Da hast Du dann körperliche Arbeit auf den Weiden vollbracht. Und Du bist immer sehr sehr schnell geritten, mit Skilir und Nupur und vielen anderen.

 

Die Zeit mit Dir und Deiner Familie ist mir in sehr schöner Erinnerung. Danke für alles. Übrigens am Weg von Oberkirchbach nach Wien spielten wir immer laut die Kassette von Bruce Low – Amen, und wir sangen alle lautstark mit. Heute singen wir es noch einmal – für Dich!

 

Harriet Starnberg