In Gedenken an Rudolf Resch

In Gedenken an Rudolf Resch

Ich bin von Dir gegangen

 nur für einen Augenblick

 und gar nicht weit.

 Wenn Du dahin kommst,

 wohin ich gegangen bin, wirst Du Dich fragen,

  warum Du geweint hast.

 

Im Gedenken an Rudolf Resch

 

Anfang der 80er, als der Islandpferdehof Piet Hoyos noch Ponyhof hieß, traf dort in den Sommerferien ein forscher und selbstbewusster Familienvater mit Gattin und 2 Töchtern ein, um auf Islandpferden reiten zu lernen, so schnell und so gut wie möglich bitte sehr! Rudolf /Rudi Resch war bereit, samt Familie Teil der österreichischen Islandpferdewelt zu werden. Und er tat dies mit vollem Elan , viel Engagement, zielstrebig und relativ kompromisslos, der Rudi eben. In den folgenden Jahren investierte er viel Zeit, Geld und Arbeit, um beim Reiten aber auch als Züchter voranzukommen und Fuß zu fassen. Beispiele dafür sind etwa ein Start bei der EM 1983, zahlreiche prämierte Zuchtpferde und damit verbunden der Aufbau einer österreichweit anerkannten Islandpferdezucht. Rudi machte Nägel mit Köpfen, wollte gute Pferde haben, Erfolge, einen eigenen Hof, nur für sich und die Seinen. Und so erschufen er und Gattin Monika sich ihr eigenes Paradies mit dem Gestüt Schöpflgitter, züchteten gute Pferde, kümmerten sich um Aufzucht und Ausbildung. Oft durfte man ein wenig teilhaben an ihrer Gemütlichkeit und ihrem Idyll, meist blieben die Resch`s aber lieber für sich und genossen immer öfter ihr Leben fernab vom Trubel der Islandpferdewelt. Kamen sie dann doch einmal zu einem Turnier oder einer Zuchtqualifikation, hatte man gleich wieder das gute vertraute Gefühl, das sich einstellt, wenn man mit alten Freunden zusammentrifft.

 

In den letzten Jahren wurden die Gelegenheiten, Rudi und Monika zu sehen, immer seltener, traf man sie zufällig beim Vorbeifahren an Ihrem Hof, dann meist hoch zu Ross und mit ein paar freundlichen Worten, aber wenig Zeit für ein längeres Gespräch.

 

Am 16. Juli 2019 wurde die Zweisamkeit des seit 50 Jahren verheirateten Paares jäh und grausam durch einen tragischen Unfall zerstört. Rudolf Resch verstarb traurigerweise noch am Unfallsort, zum Glück überlebte Monika, zwar schwer verletzt, aber sie lebt. Es sei ihr von Herzen gewünscht, dass es ihr gelingt, dieses Leben neu zu meistern und bald wieder zu lieben. Es ist zu hoffen, dass neben den Kindern und Enkelkindern, die verbliebenen 3 geliebten Stuten Mona, Venus und Lilja Monika helfen, Verlust und Trauer zu ertragen.

 

Ihr und der ganzen Familie gilt das tiefe Beileid der zahlreichen Freunde aus der Islandpferdewelt.

 

Lieber Rudi, vielleicht hast Du Dir das nicht vorstellen können, aber wir, die wir Dich gekannt haben, vermissen dich und trauern mit Deinen Lieben um Dich. Wenn es so ist, wie man es sich erwünscht, dann bist Du in guter und lieber Gesellschaft : viele tolle Menschen und Pferde aus der Welt der Isländer, die vor Dir schon über die Regenbogenbrücke gegangen sind.

 

 

Die Trauerfeierlichkeiten finden am 9. August in der Pfarrkirche Alland statt.