Fohlenreise

Das war die Fohlenreise 2019

 

Nach  fünf intensiven Tagen, 2500 gefahrenen Kilometern, 13 Stationen und fast 115 geprüften Pferden (Fohlen, Stutbuchaufnahmen, sprich: Basisprüfungen und Jungpferde),  ist die 6.Ausgabe der Österreichischen Fohlenreise letzten Sonntag zu Ende gegangen.

 

Silke Feuchthofen hat nun schon zum zweiten Mal mit ihrer kompetenten, positiven Art, mit ihren Noten und  präzisen Richtersprüchen einen Querschnitt der österreichischen Islandpferdezucht beurteilt und abschließend festgestellt: es tut sich etwas in der österreichischen Zucht!

 

Das ist einer der Gründe, warum wir (die Arbeitsgruppe Zucht des ÖIV) die Fohlenreise vor 6 Jahren in die Welt gesetzt haben: wir wollen, dass sich etwas bewegt, dass die Züchter voneinander lernen und die Islandpferdezucht  in Österreich dadurch besser wird.

 

 

 

 

 

 

 

Die Ergebnisse können sich in jedem Fall sehen lassen:

 

Bei den Stutfohlen hat sich EYJA vom JOSEFIHOF aus der Zucht von Renate Mandl mit der schönen Note 8,3 für das Exterieur, 8,1 für das Interieur und 8,2 für Gang an den ersten Platz gesetzt. Ihr Richterspruch lautet: „Gut entwickeltes, sehr harmonisch gebautes Stutfohlen mit leichtfüßigem, weiten Bewegungsablauf, Fünfgangveranlagung bei guter Taktsicherheit in den gezeigten Gängen“. Sie ist eine Tochter des Björn vom Josefihof und der Engilfin vom Vindstadir.

 

Am zweiten Platz ist EYJA von THORSTADIR (8,1 Ext., 8,2 Int., 8,2 Gang) aus der Zucht von Thorsten Karg und Julia Hoffelner. Der Vater von Eyja ist Sigursson von Hoftuni und die Mutter Eyrun frá Ey I.

 

Den dritten Platz erreichte eine Tochter des Kristall vom Wiesenhof und der Gala vom Panoramahof:  GILJA von der SONNSEITE (8,1 Ext., 8,1 Int., 8,2 Gang) aus der Zucht von Ingrid Unteregger aus Wagrain.

Bei den ersten drei Plätzen der Hengstfohlen überzeugte ein neuer Zuchtbetrieb aus Tirol: Petra und Michael Gastl aus Inzing hatten auf ihrem wunderschönen Islandpferdehof das richtige Gespür für die Auswahl der Stuten und Hengste getroffen:

Auf Platz eins findet sich der Fuchsschecke BLETTUR von der FRIEDRICHSLINDE, ein Sohn des Josteinn frá Vakurstödum und der Valva frá Gýgjarholi mit den schönen Noten 8,2 Ext./8,2 Int./8,2 Gang. Sein Richterspruch lautet: „Fünfgängig veranlagtes, leichtfüßiges Fohlen mit gutem Ausdruck und viel Selbstvertrauen, viel fließendem, taktklarem Naturtölt, im Ansatz gesprungenem Galopp, Rennpassansätzen und lockeren, geschmeidigen Übergängen bei gutem Raumgriff.“

 

Platz zwei hat der zu Ostern geborene PÀSKAHÈRI von der FRIEDRICHSLINDE erreicht. Er ist ein Sohn der Nipa fra Laerkegarden und des Desert frá Litlalandi. Er bekommt die 8,3 für Exterieur, 7,9 für Interieur und 8,1 für Gang.

 

 

 

 

 

Und schlussendlich Platz drei geht an ÒRI von der FRIEDRICHSLINDE, ebenfalls ein Sohn des Josteinn frá Vakurstödum und der Aesa fra Tronsmark.(8,1/8,1/8,1)

 

Außerdem traten viele Stuten zur Basisprüfung für die Stutbuchaufnahmen und Jungpferde für die Jungpferdeprüfung an – ein spannender Querschnitt durch die verschiedenen Zuchtbetriebe.

 

Ich bedanke mich hiermit besonders bei unserer Richterin Silke Feuchthofen, ihrem unermüdlichen Einsatz und ihrer Geduld, wenn die Tage lang und intensiv waren. Danke an Heike Ferner, die als Richterschreiberin tätig war, an Stefan Perner, der leider krankheitsbedingt die Reise nur am Beginn begleiten konnte. Inge Weinberger hat wie immer die Nennungen verwaltet und das Rechenbüro exzellent  vorbereitet. Danke dafür. Meine Aufgabe war  das Rechenbüro während der Reise zu verwalten, Fotos zu machen und das Team sicher von einem Ort zum nächsten zu chauffieren.  Ulli Themessl hat uns wie immer begleitet und die Fohlen und Stuten für den Zuchtverband ÖIZV aufgenommen.

Wir hatten eine intensive Zeit und kaum Verschnaufpausen. Nur einmal gönnten wir uns einen kleinen Abstecher nach Hallstatt, um Silke einen Hotspot des österreichischen Tourismus zu zeigen. Aber auch die schönen Landschaften, durch die wir fuhren, beeindruckten uns immer wieder.

 

 

Ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer und besonders an die Veranstalter der Stationen, die uns mit ihrer Gastfreundschaft so nett aufgenommen und auch mit Essen und Getränken versorgt haben.


Barbara Kirchmayr-Urban